03.01.06 19:40 Alter: 11 Jahre

Die Unterschrift des Papstes fehlt noch

Von: Kölnische Rundschau, Manfred Hilgers

Heimbach. „Es war Napoleon, der den Heimbachern die Stadtrechte widerrechtlich aberkannt hatte, die dem Rurstädtchen am 2. Mai 1959 erst wieder verliehen wurden.“ Dies schrieb der damalige Bürgermeister Peter Breuer 1959 ins Goldene Buch der Stadt Heimbach. Für Heimbach war der 2. Mai 1959 ein besonderer Tag. An diesem Tag wurde in Schwammenauel die Rurtalsperre eingeweiht, die mit ihren 205 Millionen Kubikmetern Fassungsvermögen zur größten Talsperre der Bundesrepublik Deutschlands wurde. Außerdem wurde die Leichenhalle in Heimbach für 25 000 Mark fertig gestellt. Aus diesen besonderen Anlässen hatte der damalige Herausgeber der Kölnischen Rundschau, Dr. Reinhold Heinen, der Stadt Heimbach ein Gästebuch gestiftet. Seit dieser Zeit werden in dem Buch alle wichtige Stationen der Stadt Heimbach, die mit prominenten Besuchern verbunden sind, eingetragen.

So auch die Übertragung der 1000-jährigen Burg Heimbach, die 1904 in Privatbesitz gelangte. Von 1904 bis 1935 gehörte sie dem Verein für die Erhaltung der Burgruine Düren. Danach ging sie an den Kreis Schleiden, der sie 1955 an einen Düsseldorfer Gastronom veräußerte und 14 Jahre später zurückkaufte. Mit der kommunalen Neugliederung ging sie 1972 in den Besitz des Kreises Düren über, der sie am 22. September 1979 der Stadt Heimbach schenkte.

In das geschichtsträchtige Buch haben sich inzwischen viele prominente Gäste eingetragen, darunter der ehemalige RP Franz-Josef Antwerpes, Ex-Bundeskanzler Willy Brandt und Kardinal Meisner. Die Seite für den heutigen Papst Benedikt XVI. war schon vorbereitet. Zur Unterschrift kam es nicht mehr, obwohl der damalige Kardinal Ratzinger 1991 nur wenige Kilometer vor den Toren Heimbachs in Mariawald zwei Priester weihte.

Inzwischen bereitet die Stadt Heimbach das Goldene Buch für einen weiteren „Meilenstein“ vor, nämlich zur Eröffnung des Nationalparktors am 20. Januar. Dazu zeichnet der Hellenthaler Künstler Conny Franz die Wildkatze, das Nationalparksymbol der Stadt Heimbach, ins Buch. Unter dem Bild der Wildkatze dürfen sich nach der Feierstunde die Eröffnungsgäste eintragen.